In einer Zeit voller Umbrüche, Krisen und Unsicherheiten suchen Menschen und Unternehmen nach Orientierung. Wie bleibt man innovativ, wenn äußere Umstände lähmend wirken? Wie schafft man es, den Fokus auf Zukunftsgestaltung zu richten, anstatt sich von Ängsten und negativen Szenarien bestimmen zu lassen? Dr. Frederik G. Pferdt, ehemaliger Chief Innovation Evangelist von Google und renommierter Zukunftsdenker, gibt in seinem neuen Buch Radikal besser – Entfache den Zukunftsgeist, der in dir steckt eine klare Antwort: Zukunft beginnt im Kopf – und sie ist gestaltbar.
Wer ist Dr. Frederik G. Pferdt?
Dr. Frederik G. Pferdt ist nicht nur ein führender Experte für Innovationskultur, sondern auch ein Vordenker im Bereich Zukunftsbildung. Geboren in Deutschland, machte er sich in den USA als Professor für Innovationsmethodik an der Stanford University einen Namen. Dort lehrt er unter anderem Design Thinking, eine kreative Problemlösungsmethode, die aus der Stanford d.school (Hasso-Plattner-Institut of Design) stammt und inzwischen weltweit in Unternehmen und Organisationen angewandt wird.
Als Chief Innovation Evangelist bei Google war Pferdt über zehn Jahre lang verantwortlich für die Entwicklung einer Unternehmenskultur, die Kreativität und Zukunftsdenken fördert. Er baute das Google Innovation Lab mit auf, eine Plattform, die weltweit Unternehmen und Führungskräfte dabei unterstützt, innovativer zu denken und zu handeln.
Sein zentrales Anliegen ist die Förderung eines „Future Mindsets“ – einer Denkweise, die Menschen hilft, aktiv Zukunft zu gestalten, anstatt sich von Unsicherheiten lähmen zu lassen. Er ist davon überzeugt, dass Optimismus, Neugierde und ein bewusstes Erleben der Gegenwart der Schlüssel zu einer besseren Zukunft sind.
Radikal besser: Ein Plädoyer für Zukunftsmut
In seinem Buch Radikal besser zeigt Pferdt, dass der Mensch seine eigene Zukunft radikal verändern kann – nicht durch riesige, revolutionäre Schritte, sondern durch konsequente, kleine Handlungen im Alltag.
Zentrale Botschaft des Buches: Zukunft ist nichts, das auf uns wartet – sie entsteht durch unsere Haltung, unser Denken und unser Handeln.
Dabei unterscheidet er sich von klassischen Business-Strategien oder Innovationsmethoden. Ihm geht es nicht primär um disruptive Technologien oder große Umwälzungen, sondern um die innere Haltung jedes Einzelnen. Denn wer in sich selbst den „Zukunftsgeist“ entfacht, kann auch seine Umwelt aktiv gestalten.
Der Future Circle: Werte als Kompass der Unternehmenskultur
Eine der größten Herausforderungen für Unternehmen ist es, Werte nicht nur auf Hochglanzfolien zu präsentieren, sondern sie tatsächlich zu leben. Hier setzt Pferdt mit dem Konzept des Future Circle an.
Der Future Circle ist eine Methode, mit der Unternehmen ihre zentralen Werte definieren, verankern und durch Rituale im Arbeitsalltag festigen können. Denn ohne gelebte Rituale bleibt eine Unternehmenskultur abstrakt. Durch gezielte Wiederholungen – wie tägliche Reflexionsrunden, zukunftsgerichtete Meeting-Strukturen oder ein neues Verständnis von Fehlern als Lernchancen – lassen sich Werte tief in die Organisation einbetten.
Pferdt zeigt, dass es nicht die großen, disruptiven Strategien sind, die Unternehmen innovativer machen, sondern die ständige Anwendung kleiner zukunftsorientierter Handlungen. Ein einfaches Beispiel aus seiner Arbeit mit Google: Das „10x Thinking“ – eine Innovationsmethode, die Teams dazu ermutigt, nicht nur inkrementelle Verbesserungen anzustreben, sondern visionär zu denken: „Wie könnten wir das zehnmal besser machen?“
Die Kraft kleiner, radikaler Handlungen
Ein Schlüsselgedanke des Buches ist, dass Veränderung mit kleinen, aber bewussten Schritten beginnt. Pferdt verdeutlicht, dass viele Menschen in einem Modus der „Zukunftsangst“ stecken, weil sie sich von negativen Nachrichten beeinflussen lassen. Doch genau hier setzt sein Ansatz an:
- Durch kleine positive Handlungen können wir den Zukunftsgeist aktivieren.
- Indem wir unser Denken bewusst steuern, beeinflussen wir unsere Wahrnehmung.
- Innovation beginnt nicht mit neuen Technologien, sondern mit einem neuen Blick auf das Mögliche.
Pferdt beschreibt, wie er mit Google-Führungskräften und Unternehmen weltweit an Methoden gearbeitet hat, die Resilienz, Kreativität und Innovationsfähigkeit stärken. Dabei geht es nicht nur um Geschäftsmodelle, sondern auch um die persönliche Entwicklung. Denn eine zukunftsorientierte Gesellschaft braucht Individuen, die mutig gestalten, anstatt nur zu reagieren.
Ein Buch, das bewegt und inspiriert
Radikal besser ist mehr als ein Business-Ratgeber – es ist eine Anleitung für eine neue Denkweise. Frederik G. Pferdt zeigt, dass Zukunft kein abstraktes Konzept ist, sondern eine täglich gelebte Realität, die wir bewusst beeinflussen können.
Ob als Führungskraft, Unternehmerin oder Privatperson – jeder kann durch kleine, bewusste Handlungen seine Umgebung und damit die Zukunft positiv verändern. Sein Buch ist ein Mutmacher in unsicheren Zeiten und eine Erinnerung daran, dass die besten Innovationen nicht aus Angst, sondern aus Neugier und Optimismus entstehen.
Wer Zukunft nicht dem Zufall überlassen will, sondern sie aktiv mitgestalten möchte, findet in Radikal besser eine Fülle an inspirierenden Ideen und praktischen Impulsen – ganz im Sinne eines „Future Mindsets“.
1. Radikal besser in der Pflege: Zukunftsgeist entfalten in einem herausfordernden Beruf
Die Pflege ist eine der bedeutendsten und zugleich herausforderndsten Berufsgruppen unserer Gesellschaft. Pflegende begleiten Menschen in verletzlichen Lebensphasen, schenken ihnen Würde, Aufmerksamkeit und oft die einzige Berührung des Tages. Doch in einem Arbeitsumfeld, das von Zeitdruck, Personalmangel und oft auch gesellschaftlicher Unterbewertung geprägt ist, stellt sich die Frage: Wie kann man Zukunft in der Pflege aktiv gestalten, anstatt sich von strukturellen Problemen lähmen zu lassen?
Dr. Frederik G. Pferdt stellt fest, dass jede Veränderung mit einer inneren Haltung beginnt. Zukunft ist nichts, das einfach passiert – sie wird durch kleine, bewusste Handlungen gestaltet.
Doch wie lässt sich dieser Zukunftsgeist in einem so herausfordernden Umfeld wie der Pflege entfalten?
Ein Future Mindset für die Pflege: Die Kraft der kleinen Veränderungen
Dr. Pferdt spricht von einem „Future Mindset“ – einer inneren Haltung, die darauf basiert, den Fokus nicht auf Defizite, sondern auf Gestaltungsmöglichkeiten zu richten. Besonders in der Pflege kann diese Denkweise ein Schlüssel sein, um trotz widriger Umstände neue Perspektiven zu schaffen.
Ein zukunftsorientiertes Mindset bedeutet nicht, die Realität zu ignorieren, sondern trotz struktureller Herausforderungen bewusst zu handeln, um den Alltag für sich und andere „radikal besser“ zu machen.
1. Die eigene Wahrnehmung verändern: Von der Last zur Bedeutung
Viele Pflegende erleben ihren Beruf als physisch und emotional fordernd. Doch Pferdt zeigt, dass die Perspektive auf eine Tätigkeit das Erleben entscheidend beeinflusst. Wenn eine Pflegekraft sich bewusst macht, dass sie nicht nur Routineaufgaben erfüllt, sondern für einen Menschen in diesem Moment eine bedeutende Bezugsperson ist, ändert sich die innere Haltung.
➡ Frage für den Pflegealltag: Wie kann ich den Moment heute für mich und die Menschen um mich herum bewusster und wertvoller gestalten?
2. Wertschätzung als Ritual etablieren
In der Pflege fehlt es oft an Anerkennung – sowohl von außen als auch innerhalb der Teams. Pferdt schlägt vor, durch bewusste Rituale eine neue Kultur zu etablieren. Ein kleines tägliches Dankbarkeitsritual, bei dem sich Kolleg*innen gegenseitig für kleine Gesten wertschätzen, kann einen enormen Einfluss auf das Teamgefühl haben.
➡ Praktische Idee: Ein „Dankbarkeits-Board“ im Pausenraum, auf dem Teammitglieder kleine Wertschätzungen für Kolleg*innen hinterlassen können.
3. Den Fokus auf das Mögliche richten – und nicht auf das Unmögliche
Natürlich kann eine einzelne Pflegekraft das Gesundheitssystem nicht über Nacht verändern. Aber sie kann innerhalb ihres Einflussbereichs kleine, aber wirkungsvolle Veränderungen herbeiführen.
➡ Future Circle in der Pflege: Kleine Innovationsrunden im Team, in denen nicht über Probleme geklagt, sondern konkrete Ideen zur Verbesserung gesammelt werden. Pferdt nennt dies „10x Thinking“ – anstatt kleine Optimierungen vorzunehmen, fragt man sich: Wie könnten wir das zehnmal besser machen?
Future Circle in der Pflege: Werte bewusst leben
Ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen braucht nicht nur strukturelle Reformen, sondern auch eine gelebte Kultur der Menschlichkeit. Pferdt schlägt vor, zentrale Werte nicht nur zu definieren, sondern durch Rituale im Alltag zu verankern.
1. Menschlichkeit als tägliche Praxis
Viele Pflegende sagen: „Ich bin für diesen Beruf geboren.“ Doch die hohen Belastungen lassen diese ursprüngliche Leidenschaft oft verblassen. Ein Future Circle könnte helfen, die menschlichen Werte bewusst zu pflegen – durch tägliche kleine Rituale, die das Warum des Berufs in Erinnerung rufen.
➡ Beispiel: Eine Minute Reflexion am Schichtbeginn: Was bedeutet Pflege für mich? Wie kann ich heute einen positiven Unterschied machen?
2. Fehler als Lernchance begreifen
In der Pflege existiert oft eine strenge Fehlerkultur – Fehler haben unmittelbare Konsequenzen. Doch Pferdt betont, dass Angst vor Fehlern Innovation hemmt. Ein gesunder Umgang mit Fehlern kann stattdessen Raum für Entwicklung schaffen.
➡ Vorschlag: Offene Fehleranalyse im Team als Ritual, in dem Fehler besprochen werden, ohne Schuldzuweisungen – sondern mit dem Fokus: Was lernen wir daraus?
3. Pflegekräfte als Gestalter*innen begreifen
Viele Pflegende erleben sich selbst als Teil eines Systems, das sie nicht verändern können. Pferdt fordert dazu auf, die eigene Gestaltungsmacht zu erkennen. Zukunft beginnt mit kleinen Entscheidungen – sei es durch einen neuen Umgang mit Patientinnen, durch konstruktiven Austausch mit Kolleginnen oder durch die bewusste Entscheidung, sich aktiv für Verbesserungen einzusetzen.
➡ Ein kleiner Perspektivwechsel: Was wäre, wenn jede Pflegekraft sich nicht als Teil eines Problems, sondern als Gestalter*in einer besseren Zukunft sieht?
Die Essenz: Pflege braucht Zukunftsgeist – und Zukunftsgeist beginnt in uns
Dr. Frederik G. Pferdt zeigt, dass Zukunft nicht auf uns zukommt – wir erschaffen sie selbst, jeden Tag, durch unsere Denkweise und unser Handeln. Gerade in der Pflege ist diese Erkenntnis essenziell. Denn trotz aller Herausforderungen bleibt dieser Beruf einer der sinnstiftendsten überhaupt.
Diejenigen, die sich Tag für Tag um andere kümmern, verdienen nicht nur gesellschaftliche Anerkennung – sondern auch eine innere Haltung, die sie darin bestärkt, trotz aller Widrigkeiten ihre eigene Zukunft aktiv zu gestalten.
➡ Radikal besser bedeutet für die Pflege nicht, das System über Nacht zu revolutionieren. Es bedeutet, jeden Tag eine bewusste Entscheidung zu treffen: Für Wertschätzung, für kleine Veränderungen, für Zukunftsmut.
Denn in jedem Moment, in dem eine Pflegekraft einem Menschen in Not beisteht, verändert sie bereits die Zukunft – für sich und für andere.
2. Radikal besser als Freelancer: Zukunftsgestaltung im digitalen Arbeitsleben
Die Welt des Freelancings verspricht Freiheit, Flexibilität und Selbstbestimmung – doch sie kommt auch mit Herausforderungen: Selbstorganisation, Unsicherheiten, ständige Veränderung. Wie kann man als Freiberufler nicht nur reagieren, sondern aktiv gestalten? Wie entwickelt man eine zukunftsfähige Haltung, die Stabilität in einer dynamischen Welt schafft?
Dr. Frederik G. Pferdt gibt mit seinem Buch Radikal besser – Entfache den Zukunftsgeist, der in dir steckt eine klare Antwort: Zukunft beginnt nicht in äußeren Strukturen, sondern in der eigenen Denkweise. Wer die Unsicherheiten des Freelancings als Gestaltungsraum begreift, kann nicht nur resilienter, sondern auch kreativer und erfolgreicher arbeiten.
Doch was bedeutet das konkret für einen Remote arbeitenden Freelancer?
Ein Future Mindset für Freelancer: Selbstbestimmte Zukunftsführung
Als Freelancer ist man CEO, Mitarbeiter, Buchhalter und Strategin in einer Person. Entscheidungen treffen, Strukturen schaffen, Kundinnen gewinnen – all das verlangt nicht nur Disziplin, sondern auch eine klare innere Haltung. Pferdt spricht von einem Future Mindset – einer zukunftsorientierten Denkweise, die nicht in Unsicherheiten stecken bleibt, sondern Gestaltungsspielräume erkennt.
1. Perspektivwechsel: Unsicherheit als kreativen Spielraum begreifen
Viele Freelancer erleben die Selbstständigkeit als unsicher: schwankende Auftragslage, Marktveränderungen, fehlende soziale Strukturen. Pferdt zeigt, dass Unsicherheit nicht als Bedrohung, sondern als kreativer Raum betrachtet werden kann.
➡ Reframing für den Freelancer-Alltag:
Anstatt zu sagen: „Ich weiß nicht, was nächstes Jahr passiert“, frage dich: „Welche neuen Möglichkeiten kann ich entdecken?“
2. Rituale für Selbstwirksamkeit etablieren
Freelancing kann einsam sein. Ohne klare Strukturen und soziale Rückmeldungen ist es leicht, sich verloren zu fühlen. Pferdt betont die Bedeutung von Ritualen, um Werte nicht nur zu definieren, sondern zu verankern.
➡ Praktische Rituale für Freelancer:
- Morgen-Check-in: Vor Arbeitsbeginn eine bewusste Reflexion: Wofür bin ich heute dankbar? Was möchte ich erschaffen?
- Feierabend-Ritual: Ein kurzes Resümee des Tages – Was habe ich gelernt? Was lief gut? Was will ich verbessern?
- Wertschätzungsritual: Einmal pro Woche bewusst jemandem aus dem Netzwerk Dank aussprechen – stärkt Beziehungen und das eigene Mindset.
3. Den Future Circle als Business-Prinzip nutzen
Unternehmen setzen den Future Circle ein, um Werte durch Rituale in den Alltag zu integrieren. Auch Freelancer können diese Methode nutzen – als persönliche Strategie für eine zukunftsorientierte Selbstständigkeit.
➡ Future Circle für Freelancer:
- Wertedefinition: Welche Werte bestimmen deine Arbeit? Freiheit? Kreativität? Nachhaltigkeit? Klarheit darüber hilft, authentisch zu handeln.
- Monatliche Reflexion: Was habe ich im letzten Monat gelernt? Welche Chancen kann ich in den nächsten vier Wochen gestalten?
- 10x Thinking: Pferdts Methode, Herausforderungen nicht nur minimal zu verbessern, sondern visionär zu denken: Wie könnte ich mein Business 10x besser machen?
Kleine Handlungen mit großer Wirkung: Radikal besser als Freelancer
Dr. Pferdt zeigt, dass Veränderung nicht durch große Revolutionen geschieht, sondern durch konsequente kleine Handlungen. Für Freelancer bedeutet das:
✅ Neugier bewahren: Die Bereitschaft, Neues zu lernen, hält das Business lebendig.
✅ Netzwerke aktiv gestalten: Zukunft entsteht in Gemeinschaft – Online- und Offline-Kontakte bewusst pflegen.
✅ Sinn und Struktur verbinden: Freiheit genießen, aber klare Routinen für Fokus und Balance etablieren.
✅ Scheitern als Wachstum betrachten: Fehler nicht als Rückschläge, sondern als Lernschritte begreifen.
Die Zukunft als Freelancer ist nicht vorherbestimmt – sie ist formbar. Und sie beginnt mit der Frage:
➡ Wie kann ich heute eine bewusste Entscheidung für meine Zukunft treffen?
Denn genau hier entfacht sich der Zukunftsgeist, der dich radikal besser macht.
3. Radikal besser als Künstlerin: Kreativität als Zukunftsgeist entfachen
Künstlerinnen sind Seismografen ihrer Zeit – sie beobachten, interpretieren und gestalten. Doch gerade in einer Welt, die oft von wirtschaftlichem Druck, Social-Media-Algorithmen und Unsicherheiten geprägt ist, kann sich Kunst manchmal wie ein einsames Ringen anfühlen.
Wie kann eine Künstlerin in dieser Realität nicht nur überleben, sondern ihre Zukunft bewusst gestalten? Wie kann sie ihre Kunst als aktiven Beitrag zur Zukunft begreifen – und nicht als reaktiven Kampf gegen Strukturen?
Dr. Frederik G. Pferdt zeigt mit Radikal besser – Entfache den Zukunftsgeist, der in dir steckt, dass die wichtigste Veränderung nicht im Außen beginnt, sondern im eigenen Mindset. Zukunft ist kein Zufall – sie ist gestaltbar. Und Kunst ist eine der kraftvollsten Möglichkeiten, genau das zu tun.
Das Future Mindset für Künstlerinnen: Von der Schaffenskrise zur Schaffenskraft
Pferdt spricht von einem Future Mindset – einer Haltung, die nicht in Engpässen verharrt, sondern Gestaltungsspielräume erkennt. Für Künstlerinnen bedeutet das:
- Nicht fragen: „Wie finde ich Käufer?“ – sondern fragen: „Wie erschaffe ich eine Zukunft, in der meine Kunst Wert hat?“
- Nicht denken: „Kunst ist ein harter Markt“ – sondern sich bewusstmachen: „Kunst ist essenziell für Wandel – wie kann ich diese Rolle aktiv annehmen?“
Dieses Mindset eröffnet neue Wege – fernab von Selbstzweifeln und Marktzwängen hin zu einer künstlerischen Praxis, die Zukunft formt.
1. Die eigene Rolle neu definieren: Künstlerin als Zukunftsgestalterin
Viele Künstlerinnen kämpfen mit Selbstzweifeln: Ist meine Kunst relevant? Wird sie gesehen? Kann ich davon leben? Pferdt schlägt einen Perspektivwechsel vor:
➡ Nicht fragen: „Macht das Sinn?“ – sondern fragen: „Welche Welt gestalte ich mit meiner Kunst?“
Kunst beeinflusst Gesellschaft, Emotionen, Denkweisen – oft subtil, aber nachhaltig. Eine bewusste Haltung dazu kann Kraft und Klarheit schenken.
Praktische Umsetzung:
- Formuliere eine persönliche Künstler*innen-Mission: Welche Zukunftsvision transportiert meine Kunst?
- Sieh deine Kunst als Beitrag zu einer größeren Bewegung – nicht nur als Produkt auf dem Markt.
2. Rituale für kreative Resilienz etablieren
Künstlerinnen erleben oft Schaffenskrisen, Selbstzweifel, Unsicherheiten. Pferdt zeigt, dass Rituale helfen können, Klarheit und Beständigkeit in den kreativen Prozess zu bringen.
➡ Future-Rituale für Künstlerinnen:
- Morgen-Ritual: Jeden Tag eine bewusste Frage stellen: Was will ich heute ausdrücken?
- Tagebuch für kreative Impulse: Jeden Tag eine Idee, eine Skizze, einen Gedanken festhalten – ohne Druck.
- Wertschätzungs-Ritual: Sich bewusst machen, was man bereits geschaffen hat – eine Galerie der eigenen Entwicklung führen.
Kunst ist ein Marathon, kein Sprint. Rituale helfen, den langen Atem zu bewahren.
3. Future Circle für Künstlerinnen: Nachhaltige Kunstpraxis entwickeln
Unternehmen nutzen den Future Circle, um Werte durch Rituale in den Alltag zu integrieren. Auch Künstlerinnen können diese Methode nutzen, um ihre Kunst als nachhaltigen Prozess zu gestalten.
➡ Future Circle für Künstlerinnen:
- Werte definieren: Welche Werte stehen hinter meiner Kunst? Nachhaltigkeit? Transformation? Freiheit?
- Monatliche Reflexion: Wo stehe ich? Wo will ich hin? Welche neuen Wege kann ich einschlagen?
- Netzwerk bewusster gestalten: Sich mit Menschen verbinden, die die eigene Vision teilen – neue Räume für Austausch und Unterstützung finden.
4. Radikal besser verkaufen – ohne die Kunst zu kompromittieren
Viele Künstlerinnen stehen vor dem Dilemma: Wie kann ich wirtschaftlich erfolgreich sein, ohne meine künstlerische Integrität zu verlieren? Pferdt schlägt vor, den Fokus nicht auf Verkauf, sondern auf Wertstiftung zu legen.
➡ Future Thinking für den Kunstmarkt:
- Statt „Wie finde ich Käufer?“ → „Wie kann meine Kunst Mehrwert in der Welt schaffen?“
- Statt „Wie passe ich mich dem Markt an?“ → „Wie kann ich den Markt durch meine Kunst beeinflussen?“
Kunst kann durch NFT, Crowdfunding, digitale Galerien oder neue Formate revolutioniert werden – aber der Schlüssel ist, aktiv zu gestalten statt nur zu reagieren.
Die Essenz: Künstlerische Zukunft ist gestaltbar
Dr. Pferdt zeigt, dass Zukunft kein externer Faktor ist – sondern eine Folge bewusster Handlungen. Kunst ist nicht nur Ausdruck, sondern Gestaltungsmacht.
➡ Radikal besser als Künstlerin bedeutet nicht, sich den Strukturen anzupassen – sondern Strukturen durch Kunst zu hinterfragen und zu transformieren.
Jede Linie, jede Farbe, jedes Werk ist ein Statement für eine mögliche Zukunft. Und genau darin liegt die Kraft, radikal besser zu sein.