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Die Philosophie der Jungfräulichkeit – Weiß zwischen Unschuld, Erinnerung und Neubeginn
In einem stillen, hellen Raum hängt ein Werk, das atmet. Es besteht aus gebleichten, gebrauchten Bettlaken – Überreste einer Hotelauflösung – gespannt auf recyceltem Holz, überzogen von feinen Papiervliesen, mosaikartig, zufällig, poetisch. Du trittst näher, und das Weiß beginnt zu erzählen. Es ist kein kaltes Weiß. Es lebt, changiert, erinnert. Der Titel: Die Philosophie der Jungfräulichkeit. Es geht nicht um körperliche Unberührtheit. Es geht um etwas Tieferes: um die Fähigkeit, immer wieder neu zu beginnen. Weiß ist mehr als Farbe. Es ist Schwelle. Es steht zwischen Ende und Anfang, zwischen Erinnerung und Erwartung. In der westlichen Ikonographie symbolisiert es Reinheit – doch im Kontext dieses Werkes wird es zum Spiegel…


